Bayerwaldwunder

Bayerwaldwunder - Eine Aktion des Bayerwald Boten und des Einkaufspark Regen
  • Faszination Weißenstein

    Der ganze Ort hat einige Sehenswürdigkeiten, die einem auch als Ganzes faszinieren: die Burgruine mit der herrlichen Aussicht, das Fressende Haus, den Pfahl mit dem Kreuzfelsen, den Gläsernen Wald und die wunderbare Kapelle. Das eigentliche „Wunder“ aber ist die letzte Ruhestätte des Dichters Siegfried von Vegesack. Hoch über Weißenstein durften  er und seine  Hunde  in freier Natur begraben werden, obwohl es ja auch  damals den  Friedhofszwang gab.
    Seit frühester Jugend waren Mädchen und Jungen von der Burgruine fasziniert. Wir kletterten an den Außenmauern und freundeten uns mit  den vielen Raben an. Diese waren sehr zutraulich und freuten sich, weil wir ihnen das eine oder andere Radl Wurst  mitbrachten. Besonders beliebt war die Schwarzwurst in Würfel geschnitten. Das kam auch uns Kinder entgegen, weil diese fast nichts kostete.
    Die Mutigsten von uns Buben kletterten doch öfter auf den Kreuzfelsen, was immer etwas besonderes war. Bei einer Wanderung der 6. Klasse mit den unvergessenen Lehrer Alfons Schubert im Jahr 1957 trauten sich gerade mal vier auf den Kreuzfelsen.
    Weißenstein hat uns Jugendliche schon immer fasziniert. An vielen Sonntagen des Jahres trafen sich besonders die Moizerlitzer. Wir wanderten am Steinzelbach entlang zur Burg. Die Mädchen hatten dabei „Sonntagskleider“  an und wir Jungen trugen möglichst Anzug mit Schlipps. Im Herbst freuten wir uns über die vielen „Grawentbiarl“, denn es gab damals südlich der Burg sehr viele Stauden. Der Höhepunkt war immer die Einkehr im Gasthaus Arbinger, verbunden mit dem Trinken einer Radlermaß. Da ich über dreißig Jahre in Hessen lebte, war für mich  bei einem Besuch in Regen die Besteigung der Burg Pflicht. Nach meiner Rückkehr nach Regen genieße ich die Faszination Weißenstein“ recht häufig. Dabei muss ich oft über den Witz mit dem Fremden, dem Bauern, der Kuh und der Regener Kirchturmuhr schmunzeln.



  • Der Geheimnisvolle Lindenbaum

    Anfang des 17 ten Jahrhunderts  herrschte in Bayerischen Wald die Pest, die viele Menschen dahinraffte.
    Im Jahre 1613 zu Zeiten der Pest lebte eine arme  Bauernfamilie am Schwarzenberg zwischen Grafling und Gotteszell. Die Familie wurde von der Pest verschont. Als Dank das sie keine Toten beklagen mussten wurde für jedes Familienmitglied ein Lindenbaum gepflanzt. Der Hof befand sich mitten im Wald auf einer großen Lichtung. Die 5 Linden wurden um das Haus verteilt gepflanzt.
    Anfang des 20 ten Jahrhunderts lebte meine Oma mit ihren Eltern auf dieser Lichtung. Mein Urgroßvater war Waldarbeiter in diesem Gebiet. Eines Tages im Herbst musste meine Oma Laub unter den Lindenbäume zusammen rechen. Das Laub wurde anschließend angezündet. Ein Windstoß verursachte einen Funkenflug in Richtung Linde  und plötzlich brannte der Baum. Meine Uroma und Oma begannen sofort mit Wassereimern das Feuer zu Löschen. Was nur unzureichend gelang, da das Feuer zu groß war. Daraufhin rauchte der Baum ein Woche lang bis schließlich das Feuer ausging. Mein Urgroßvater war sehr wütend auf die Frauen und hat furchtbar geschimpft mit ihnen. Da die Linde diesen Vorfall gut überstanden hat, steht sie noch heute. Der geheimnisvolle Baum hat eine sehr außergewöhnliche,  schöne Gestalt angenommen,( die er meiner Oma und Uroma zu verdanken hat ).  In den letzten 60 ? 70 Jahren nach diesem Ereignis wurde der Baum in der Mitte immer hohler bis schließlich die Rinde auf riss und man in das innere des Baumes steigen konnte. Der Baum hat eine stattliche Höhe von ca. 25 Metern.
    Und einen Umfang von 7,20 Meter. Im Hohlraum des Baumes können sich 10 - 15 Personen aufhalten. Würde man die Personen übereinander stapeln fänden ca. 100 Leute Platz.



  • Marterl u. Wegkreuze

    Im gesamten Bayerischen Wald finden sich zahlreiche Marterl und Wegkreuze, die an Tote, die durch Unfall, Gewalt oder sonstige Ereignisse aus dieser Welt geschieden sind, erinnern. Oft sind auch Texttafeln angebracht, die ein Gebet, die Namen der Stifter oder auf das Entstehungsjahr hinweisen. Sowohl bei den Marterl`n als auch bei den Wegkreuzen, die oft von verschiedenen Personen oder Vereinen aufgestellt und "betreut" werden, handelt es sich um Andachtsstätten, die zum Fürbittgebet für den Verstorbenen mahnen.



  • Kleiner Rachel - 1.399m

    Kleiner Rachel   -   1.399 m

    Der Kleine Rachel ist ein 1.399 m hoher Berg im Bayerischen Wald und liegt nur ca. einen Kilometer nordwestlich des weitaus mehr bekannten
    Großen Rachel (1.453 m). Auf den Felsen etwas unterhalb des höchsten Punktes haben die Gebrüder Robl aus Frauenau vor Jahren ein Gipfelkreuz
    mit Gipfelbuch errichtet.
    Der Kleine Rachel ist nur zu Fuß erreichbar, z.B. von Oberfrauenau oder von Klingenbrunn-Bahnhof aus erreichbar und der Steig zum Gipfelkreuz ist
    nicht markiert und erfordert Wegfindung.
    Ist man jedoch erst einmal dort oben angekommen, bietet sich eine herrliche Aussicht in den Zwiesler Winkel, zum Großen Arber und zum Falkenstein, sowie nicht zuletzt zur Trinkwassertalsperre Frauenau.



  • Kapelle auf der Zelll bei Frauenau

    Kapelle auf der Zell bei Frauenau
       
    Bei der Kapelle auf der Zell, auch "Eisch-Kapelle" genannt, handelt es sich um eine kleine Kapelle oberhalb Frauenau.
    Diese wurde in den 60er Jahren von Helmut Koller und dem Glaskünstler Erwin Eisch errichtet und hat 1996 und zuletzt 2007 eine
    Renovierung erfahren.
    Der Legende nach soll hier im Jahre 1324 der Rinchnacher Klosterbruder "Hermann" seine Zelle errichtet und dann Frauenau gegründet haben.
    Im Jahre 1968 wurde aus einem fahruntüchtigen VW-Bus der Kapelle ihre heutige Form gegeben.
    In einem kunsthistorischen Führer "Die Kapelle auf der Zell" wird die Geschichte der Kapelle und das Bildprogramm, das Gretel und Erwin Eisch
    entworfen haben, erläutert. In der Kapelle fließen Theologie, Volksfrömmigkeit und Natur in ihrem künstlerischen Ausdruck zusammen.
    Mittlerweile hat die Kapelle bereits eine überregionale Bedeutung erlangt



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