Wilderer-Zeit und Schwammerlzeit: Herbstgenuss bei Haus Leutner

Wenn sich die Buchen rund um Bodenmais gelb und rot färben, riecht es in den Wäldern nach Moos, feuchter Erde und Pilzen – und genau das landet im Oktober auch auf den Tellern. Mit der Wilderer-Zeit und der Schwammerlzeit bietet das Erlebnisrestaurant im JOSKA Glasparadies zwei Themenwochen, die perfekt zu einem Herbsturlaub bei Haus Leutner passen. Hier erfahren Sie, was dahintersteckt, wann Sie hingehen sollten und wie sich der Herbstgenuss mit Ihrem Aufenthalt bei uns verbinden lässt.

Die Termine im Überblick

Für die Planung Ihres Aufenthalts vorab das Wichtigste in Kürze, so wie es JOSKA für 2026 angekündigt hat:

  • Schwammerlzeit: 1. September bis 31. Oktober 2026, täglich im Erlebnisrestaurant – mit Gerichten wie Rahmschwammerl, Pfifferlingen oder Steinpilzen.
  • Wilderer-Zeit: 10. bis 25. Oktober 2026, nur an den Wochenenden – mit Wildgerichten wie Hirschgulasch, Wildhase oder Rehragout.
  • Ganserl- und Enten-Essen: 14. November bis 6. Dezember 2026, ebenfalls an den Wochenenden – für alle, die erst im späten Herbst anreisen.

Wer im Oktober an einem Wochenende bei uns ist, kann also beide Themenwochen gleichzeitig erleben. Wer unter der Woche kommt, hat immerhin die Schwammerlzeit noch bis zum Monatsende.

Vom Glasparadies auf den Teller: das Erlebnisrestaurant

Das Erlebnisrestaurant gehört zum JOSKA Glasparadies in Bodenmais, das viele unserer Gäste ohnehin wegen der Glasausstellung und der Glasbläser besuchen. Von Haus Leutner aus ist es nicht weit, sodass sich ein Essen dort sehr gut spontan einbauen lässt – etwa nach einem Spaziergang durch den Ort oder am Ende eines Wandertags. Die Küche setzt bei den Themenwochen auf die klassische Waldküche des Bayerischen Waldes: kräftig, bodenständig, ohne Schnickschnack. Gerade diese Ehrlichkeit mögen unsere Stammgäste, die jedes Jahr im Herbst wiederkommen.

Zur Tischreservierung ist das JOSKA laut eigener Website unter +49 9924 7790 erreichbar. An den Oktoberwochenenden empfehlen wir, vorab anzurufen – besonders am Samstagabend kann es voll werden.

Wild aus dem Bayerischen Wald: was die Wilderer-Zeit ausmacht

Während der Wilderer-Zeit stehen Wildgerichte im Mittelpunkt, die lange geschmort werden und ihren Geschmack aus kräftigen Saucen und Gewürzen ziehen. Hirschgulasch, Wildhase und Rehragout sind typische Beispiele, die JOSKA selbst nennt. Dazu passen im Bayerischen Wald traditionell Knödel, Blaukraut oder Preiselbeeren – was genau auf der Karte steht, entscheidet die Küche je nach Angebot. Wild hat bei uns in der Region eine lange Tradition, denn die großen Wälder zwischen Arber und Rachel bieten Rotwild und Rehen reichlich Lebensraum.

Für Gäste, die Wild sonst eher selten essen, sind die Themenwochenenden eine gute Gelegenheit, es einmal in seiner ursprünglichen, deftigen Zubereitung zu probieren. Und wer bereits Liebhaber ist, freut sich über eine Auswahl, die man außerhalb der Saison kaum an einem Ort findet.

Schwammerl-Kunde für Genießer

Schwammerl ist das bayerische Wort für Pilze, und im Herbst sind sie hier allgegenwärtig: auf den Speisekarten, in den Gesprächen am Frühstückstisch und natürlich in den Wäldern selbst. In den Fichten- und Mischwäldern rund um Bodenmais wachsen unter anderem diese bekannten Speisepilze:

  • Steinpilz: fester, nussiger Geschmack, für viele der beste Waldpilz überhaupt.
  • Pfifferling: in Bayern auch Eierschwammerl genannt, leuchtend gelb und leicht pfeffrig.
  • Maronenröhrling: ein Verwandter des Steinpilzes mit dunkelbrauner Kappe.
  • Semmelstoppelpilz: erkennbar an den feinen Stacheln auf der Unterseite der Kappe.

Die Hauptsaison liegt im September und Oktober, besonders ein paar Tage nach kräftigem Regen. In der Schwammerlzeit werden die Pilze klassisch zubereitet – als Rahmschwammerl mit Semmelknödel, gebraten oder in Suppen. Das ist die bequemste und sicherste Art, den Pilzherbst des Bayerischen Waldes zu genießen.

Selbst Pilze sammeln? Bitte mit Vorsicht

Manche Gäste fragen uns, ob sie beim Wandern selbst Schwammerl mitnehmen dürfen. Grundsätzlich ist das Sammeln kleiner Mengen für den eigenen Bedarf in Deutschland erlaubt. Als Faustregel gilt oft: so viel, wie man für eine Mahlzeit braucht. In Naturschutzgebieten und im Nationalpark Bayerischer Wald gelten jedoch eigene Regeln, die Sie vor Ort auf Schildern oder bei den Informationsstellen nachlesen sollten. Noch wichtiger ist die Sicherheit: Viele giftige Pilze sehen essbaren Arten zum Verwechseln ähnlich. Sammeln Sie deshalb nur, was Sie wirklich sicher kennen, und lassen Sie im Zweifel eine Pilzberatung draufschauen. Oder Sie überlassen das Sammeln einfach den Profis und genießen die Schwammerl fertig zubereitet im Restaurant.

Wer war eigentlich der Wilderer?

Der Name der Themenwochen spielt auf eine Figur an, die in Bayern fast legendär ist. Über Jahrhunderte durfte nur der Adel jagen, während Bauern und Waldarbeiter zusehen mussten, wie das Wild ihre Felder abfraß. Wer dennoch heimlich auf die Pirsch ging – ob aus Hunger oder aus Trotz –, galt als Wilderer und musste harte Strafen fürchten. Gerade deshalb wurden manche Wilderer im Volk zu Helden verklärt. Bekannt sind bis heute der Bayerische Hiasl und Georg Jennerwein, deren Geschichten in alten Wildschützenliedern weiterleben. Mit der Wilderer-Zeit greift das Restaurant diese Erzähltradition augenzwinkernd auf – das Wild auf dem Teller stammt selbstverständlich aus ganz regulärer Jagd.

Ein Herbsttag mit Genuss: unser Vorschlag

Wie könnte ein Oktobertag bei uns aussehen, an dem das Essen die Hauptrolle spielt? Hier unser Vorschlag, den wir Gästen gerne mit auf den Weg geben:

  • Vormittag: Nach dem Frühstück bei Haus Leutner eine mittlere Wanderung durch den bunten Herbstwald, etwa hinauf zum Silberberg oder in Richtung Rieslochfälle.
  • Mittag: Eine kleine Rast unterwegs, damit noch Appetit für den Abend bleibt.
  • Nachmittag: Ein Besuch im JOSKA Glasparadies mit Glasausstellung und Glasbläserei, für Kinder mit Abstecher zum Spielplatz.
  • Abend: Wildgericht aus der Wilderer-Zeit oder Rahmschwammerl im Erlebnisrestaurant – und danach ein kurzer Heimweg zu uns in die Pension.

So verbindet sich Bewegung an der frischen Luft mit einem echten kulinarischen Höhepunkt, und Sie erleben den Herbst im Bayerischen Wald mit allen Sinnen.

Schlechtes Wetter? Kein Problem

Der Oktober im Bayerischen Wald kann golden und sonnig sein, er kann aber auch Nebel und Regen bringen. Gerade dann ist ein ausgiebiges Essen in gemütlicher Stube eine schöne Alternative zur Wanderung. Das Glasparadies selbst bietet mit seinen Ausstellungsräumen ebenfalls Programm unter Dach. Und wenn der Nebel am Nachmittag aufreißt, lohnt sich ein kurzer Abstecher auf eine Anhöhe – die Stimmung über den Nebelschwaden im Tal gehört zu den schönsten Herbstbildern der Region.

Für Familien mit Kindern

Wildgulasch klingt nicht unbedingt nach Kinderessen, doch das Erlebnisrestaurant hat in der Regel auch mildere Gerichte für die Kleinen. Hinzu kommt der Spielplatz direkt am Glasparadies, auf dem sich Kinder vor oder nach dem Essen austoben können. Für Familien ist ein Nachmittag im Glasparadies mit anschließendem Abendessen deshalb oft entspannter als ein langer Restaurantbesuch in der Stadt.

Weitere Herbsttermine rund um Bodenmais

Wer erst später im Jahr anreist, muss auf kulinarische Höhepunkte nicht verzichten: Vom 14. November bis 6. Dezember 2026 lädt das JOSKA Erlebnisrestaurant an den Wochenenden zum Ganserl- und Enten-Essen ein – knusprige Ente mit Apfel-Blaukraut und Kartoffelknödeln. Damit schließt sich nahtlos der Übergang in die Adventszeit an, in der Bodenmais mit seinen Lichtern und Märkten eine ganz eigene, besinnliche Atmosphäre hat.

Ihr Herbsturlaub bei Haus Leutner

Unsere Pension liegt ruhig im Miesleuthenweg in Bodenmais und ist ein guter Ausgangspunkt für all das, was wir hier beschrieben haben: Wanderwege, Glasparadies und Restaurants sind schnell erreicht. Der Herbst ist bei uns eine besonders angenehme Reisezeit – die Wanderwege sind ruhiger als im Hochsommer, die Luft ist klar, und die Farben der Wälder sind einzigartig. Als aktivCARD-Gastgeber schenken wir Ihnen außerdem die aktivCARD Bayerischer Wald für Ihren gesamten Aufenthalt, mit der Sie viele Freizeitangebote der Region ohne zusätzliche Eintrittskosten nutzen können.

Gerne geben wir Ihnen beim Frühstück persönliche Tipps, welche Wanderung zum Wetter des Tages passt, wo es gerade besonders schöne Herbstfarben gibt und wann Sie am besten einen Tisch im Restaurant reservieren.

Herbstwanderungen, die Appetit machen

Ein gutes Wildgericht schmeckt nach einem Tag an der frischen Luft doppelt so gut. Rund um Bodenmais gibt es dafür zahlreiche Touren, die im Oktober besonders schön sind. Eine unserer liebsten Empfehlungen ist der Weg hinauf zum Silberberg, dem Hausberg von Bodenmais: Von oben reicht der Blick bei klarem Herbstwetter weit über die bunten Wälder. Wer es lieber wildromantisch mag, wandert zu den Rieslochfällen, wo das Wasser über Felsstufen durch eine schattige Schlucht rauscht und das feuchte Klima Moose und Farne besonders üppig wachsen lässt. Beide Ziele lassen sich gut mit einem Abendessen im Ort verbinden, denn Sie sind am Nachmittag wieder zurück.

Wer unterwegs einkehren möchte, findet auf den Almen rund um Bodenmais urige Alternativen zum Restaurant. Die Kuhalm liegt auf rund 800 Metern Höhe und ist für ihre selbstgemachte, regionale Küche bekannt. Die Gutsalm Harlachberg wird bereits seit 1552 bewirtschaftet und ist berühmt für das Brot aus ihrem historischen Steinbackofen. Beide Almen erreichen Sie nur zu Fuß – ein schöner Grund, die Wanderschuhe zu schnüren. Welche Tour an Ihrem Urlaubstag am besten passt, besprechen wir gerne mit Ihnen beim Frühstück.

Waldküche mit Tradition

Dass im Bayerischen Wald im Herbst so viel Wild und Pilze gegessen werden, ist kein Zufall. Früher waren die Menschen in der Region auf das angewiesen, was Wald und Feld hergaben. Pilze wurden gesammelt, getrocknet und für den Winter aufbewahrt, Wild wurde gebeizt, geschmort und mit Knödeln serviert, damit von einem Tier möglichst viel verwertet werden konnte. Viele Rezepte, die heute in den Themenwochen auf die Karte kommen, gehen auf diese sparsame, aber sehr geschmackvolle Küche zurück. Die typischen Beilagen – Semmelknödel, Kartoffelknödel, Blaukraut, Preiselbeeren – sind bis heute fester Bestandteil der bayerischen Wirtshauskultur.

Für unsere Gäste ist das oft ein besonderes Erlebnis: Man isst nicht einfach nur gut, man schmeckt ein Stück Regionalgeschichte. Wer mag, nimmt sich aus dem Urlaub eine Idee für die eigene Küche mit – etwa, wie man Rahmschwammerl mit Semmelknödel zubereitet oder welches Gewürz ein Rehragout besonders rund macht. Fragen Sie im Restaurant ruhig nach, die Bedienungen geben meist gerne Auskunft.

Praktische Tipps für Ihren Restaurantbesuch

Damit der Genussabend entspannt verläuft, hier noch ein paar Hinweise aus unserer Erfahrung mit vielen Herbstgästen:

  • Früh reservieren: An den Wochenenden der Wilderer-Zeit sind die Abende gefragt. Ein kurzer Anruf am Vortag erspart Wartezeit.
  • Karte vorab erfragen: Da Wild und Pilze vom Angebot abhängen, kann sich die Karte ändern. Wer auf ein bestimmtes Gericht hofft, fragt am besten telefonisch nach.
  • Mit Kindern eher früher: Ein Abendessen am frühen Abend passt meist besser in den Familienrhythmus und lässt Zeit für den Spielplatz davor.
  • Zu Fuß gehen: Von Haus Leutner aus ist das Glasparadies gut erreichbar – so können Sie zum Essen auch ein Glas Bier oder Wein genießen.

Die beste Reisezeit für Genießer

Wenn Sie Ihren Urlaub ganz auf den kulinarischen Herbst ausrichten möchten, empfehlen wir die Zeit zwischen Anfang und Ende Oktober. Dann laufen Schwammerlzeit und Wilderer-Zeit parallel, die Wälder sind bunt, und die Temperaturen sind meist noch angenehm für längere Wanderungen. Ideal ist ein Aufenthalt, der mindestens ein Wochenende einschließt, damit Sie die Wildgerichte nicht verpassen. Wer unter der Woche anreist, genießt ruhigere Wanderwege und freie Tische bei der Schwammerlzeit, und hängt das Wochenende für die Wilderer-Zeit einfach hinten an. So bekommen Sie das Beste aus beiden Welten – Ruhe und Genuss. Und falls Ihnen der Oktober nicht passt: Auch im November, wenn das Ganserl- und Enten-Essen beginnt und die ersten Vorboten der Adventszeit spürbar werden, ist Bodenmais eine gemütliche Adresse für alle, die gutes Essen und stille Wälder zu schätzen wissen.

Häufige Fragen zur Wilderer-Zeit und Schwammerlzeit

Wann ist die Wilderer-Zeit 2026?
Vom 10. bis 25. Oktober 2026, jeweils an den Wochenenden.

Gibt es die Schwammerlzeit auch unter der Woche?
Ja, sie läuft vom 1. September bis 31. Oktober 2026 täglich.

Wo finden die Themenwochen statt?
Im Erlebnisrestaurant des JOSKA Glasparadies in Bodenmais.

Sollte ich einen Tisch reservieren?
An Oktoberwochenenden ja, telefonisch unter +49 9924 7790.

Darf ich selbst Pilze sammeln?
Kleine Mengen für den Eigenbedarf ja, aber nur sicher bekannte Arten.

Was gibt es nach der Wilderer-Zeit?
Ab 14. November folgt an Wochenenden das Ganserl- und Enten-Essen.

Fazit: Der Oktober schmeckt nach Wald

Wilderer-Zeit und Schwammerlzeit machen den Herbst in Bodenmais zu einer besonders genussvollen Reisezeit. Die Kombination aus bunten Wäldern, klarer Luft und deftiger Waldküche ist für viele unserer Gäste der schönste Grund, im Oktober in den Bayerischen Wald zu kommen. Wer beides erleben möchte, plant am besten ein Wochenende im Zeitraum vom 10. bis 25. Oktober ein.

Haben Sie Lust auf einen Herbstgenuss-Urlaub bei Haus Leutner? Rufen Sie uns an unter +49 9924 269 oder schreiben Sie an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. – wir beraten Sie gerne zu freien Zimmern und helfen Ihnen, Ihren Aufenthalt rund um die Themenwochen zu planen.