Ein stiller Bergsee mit treibenden Moorinseln, umschlossen von altem Wald und einer steilen Felswand: Den Großer Arbersee am Fuß des Großen Arbers empfehlen wir unseren Gästen bei Haus Leutner besonders gern, weil er trotz kurzer Anfahrt ein echtes Naturerlebnis bietet. Dieser Ausflugstipp zeigt, wie Sie am schnellsten hinkommen, was Sie am Ufer erwartet und für wen sich der kurze Rundweg besonders eignet.
Ein besonderes Stück Natur seit 1939
Auf der Ostseite des Großen Arbers, nahe Bayerisch Eisenstein, liegt der Großer Arbersee, der bereits seit dem Jahr 1939 unter Naturschutz steht und ein Areal von rund 157 Hektar umfasst. Seinen besonderen Charakter verdankt er den treibenden Moorinseln, die sich im Laufe der Zeit langsam über die Wasserfläche bewegen, sowie der schroffen Felswand, die man als Arberseewand kennt und die sich steil über dem gegenüberliegenden Ufer erhebt. Dichter Bergmischwald umrahmt das Gewässer und macht den See zu einem der bekanntesten Naturziele in der gesamten Region Arberland. Wer zum ersten Mal hier ist, wundert sich oft über die dunkle Färbung des Wassers, die typisch für die moorigen Bergseen des Bayerischen Waldes ist und dem See zusammen mit der umgebenden Stille eine fast geheimnisvolle Atmosphäre verleiht.
Nur ein kurzer Abstecher von Bodenmais
Rund 12 Kilometer sind es von Haus Leutner aus bis zum Großer Arbersee, wofür Sie laut Arberland-Tourismus mit dem Auto lediglich etwa 13 Minuten einplanen müssen, wenn Sie der Arberseestraße folgen. Für Ihr Navigationssystem reicht die Eingabe "Arbersee 42, 94252 Bayerisch Eisenstein" vollkommen aus. Unterwegs stehen mehrere kostenpflichtige Parkmöglichkeiten entlang der Zufahrtsstraße zur Verfügung, und direkt gegenüber dem See befindet sich zusätzlich ein größerer Parkplatz mit freiem Blick übers Wasser, der sich laut Betreiber-Angaben auch für Besucher mit eingeschränkter Mobilität anbietet.
Eine Runde, die niemanden überfordert
Mit einer Länge von nur 1,5 bis 1,7 Kilometern lässt sich der See gemütlich in etwa einer halben Stunde umrunden. Besonders bemerkenswert: Der Weg wurde zusammen mit dem Haus Hohenzollern, der Bayerischen Forstverwaltung, verschiedenen Naturschutzstellen sowie dem Naturpark Bayerischer Wald so gestaltet, dass er durchgängig mindestens zwei Meter breit bleibt und nur eine einzige kleine Stufe von ungefähr sieben Zentimetern aufweist – ansonsten verläuft die Strecke komplett eben. Auch die steilste Passage bleibt mit maximal 20 Prozent Gefälle auf kurzen 45 Metern gut zu bewältigen. Alle 500 Meter laden Bänke zu einer kleinen Rast ein, und wer mag, liest an fünf Stationen auf dem Weg Wissenswertes über Flora und Fauna des Schutzgebiets nach. Einzig beim Übergang vom Parkplatz zum eigentlichen Rundweg müssen Fußgänger und Rollstuhlfahrer kurz eine Straße überqueren.
Einkehr mit Tradition
Schon seit 1905 steht an diesem Ufer das Gasthaus Arberseehaus, das nach eigener Auskunft bayerische Hausmannskost und selbstgebackenen Kuchen serviert. Besonders beliebt ist die Terrasse mit Blick über das Wasser und den dahinterliegenden Wald. 2026 beginnt die Saison laut Betreiber am 2. April; geöffnet hat das Restaurant anschließend von 10 bis 16 Uhr, das kleinere Bistro von 10 bis 15 Uhr. Außerhalb dieser Monate empfehlen wir, kurz vorher nachzufragen, da sich die Öffnungszeiten in der kälteren Jahreszeit ändern können. Wer nicht nur essen, sondern auch aktiv werden möchte, findet am Ufer zudem Tretboote sowie eine Holzkugelbahn vor – gerade bei etwas älteren Kindern ein gern genutztes Angebot. Eine wichtige Information vorab: Schwimmen ist im See als Naturschutzgebiet nicht gestattet.
Ein Ziel, das wenig Zeit kostet
Gerade weil die Runde um den See so kurz bleibt, passt dieser Ausflug auch für Familien mit Kinderwagen oder für Gäste, die an diesem Tag keine lange Wanderung unternehmen möchten. Im Anschluss bleibt häufig noch genug Zeit für eine Rast am Gasthaus oder eine kurze Fahrt mit dem Tretboot. Für alle, die stattdessen mehr Höhenmeter sammeln möchten, bietet sich eine Verbindung mit einer ausführlicheren Tour auf den Großen Arber an, den wir an anderer Stelle ausführlich beschreiben, da beide Ziele an derselben Bergseite liegen.
Ruhige Stunden abseits des Trubels
Wer den See möglichst für sich allein erleben möchte, kommt am besten an einem Wochentag am frühen Nachmittag, bevor sich an sonnigen Tagen mehr Tagesausflügler einfinden. Zu dieser Zeit liegt oft eine angenehme Ruhe über dem Wasser, nur unterbrochen vom gelegentlichen Plätschern eines Tretboots oder dem Rauschen des Windes im umgebenden Wald. Besonders im Spätherbst, wenn sich die Blätter bereits gefärbt haben, wirkt die Szenerie am See noch einmal deutlich anders als im touristischen Hochsommer – ein Grund mehr, diesen Ausflug nicht nur für die warme Jahreszeit vorzumerken.
Zwei Ausflugsziele an einem Berg
Gäste, die unseren Beitrag über den Großen Arber bereits kennen, fragen uns gelegentlich, worin sich die beiden Ziele unterscheiden. Während der Gipfel vor allem mit weiter Aussicht und einer anspruchsvolleren Bergtour überzeugt, punktet der See am Fuß des Berges mit einem deutlich kürzeren und ruhigeren Naturerlebnis samt Wasser, Wald und gemütlicher Einkehr. Wer genug Urlaubstage zur Verfügung hat, kombiniert beide Ausflüge am besten an zwei verschiedenen Tagen.
So könnte Ihr Tag aussehen
Rechnen Sie für den Besuch am Großer Arbersee mit etwa ein bis zwei Stunden, falls Sie die Runde gemütlich angehen, an den Infotafeln verweilen und anschließend noch im Gasthaus einkehren möchten. Weil die Fahrt von Haus Leutner aus nur rund 13 Minuten dauert, eignet sich dieser Ausflug auch kurzfristig, etwa an einem freien Nachmittag zwischen zwei anderen Programmpunkten oder vor einem entspannten Abend bei uns im Haus.
Häufige Fragen zum Großer Arbersee
Wie weit ist der See von Haus Leutner entfernt?
Etwa 12 Fahrkilometer, in rund 13 Autominuten zu erreichen.
Wie viel Zeit braucht die Umrundung des Sees?
Ungefähr eine halbe Stunde für die 1,5 bis 1,7 Kilometer.
Lässt sich der Weg auch mit Rollstuhl befahren?
Weitgehend schon, abgesehen von einer einzelnen kleinen Stufe.
Ist Schwimmen im Großer Arbersee gestattet?
Nein, das Naturschutzgebiet untersagt das Baden im See.
Kann man am See etwas essen?
Ja, im Gasthaus Arberseehaus, saisonal ab 2. April geöffnet.
Gibt es am Ufer einen Bootsverleih?
Ja, Tretboote sind direkt am Arberseehaus erhältlich.
Kleine Packliste für den Ausflug
Auch wenn der Weg gut befestigt und überwiegend eben ist, empfehlen wir festes Schuhwerk, da der Boden nach Regen schnell feucht werden kann. Je nach Jahreszeit lohnt sich eine zusätzliche Jacke, weil es direkt am Wasser häufig kühler ist als im Ortskern von Bodenmais. Eine kleine Brotzeit für die Bank am Ufer ist eine schöne Ergänzung, auch wenn das Gasthaus eine bequeme Alternative darstellt. Fotografinnen und Fotografen sollten sich ein wenig Zeit für die Arberseewand im Hintergrund nehmen, die bei tief stehender Sonne besonders eindrucksvoll zur Geltung kommt. An kühleren Tagen empfiehlt sich außerdem ein Paar Handschuhe, da es direkt am Ufer durch den Wind spürbar frischer sein kann als wenige Kilometer weiter im geschützten Ortskern von Bodenmais.
Gut zu wissen für Gäste von Haus Leutner
Für die gesamte Dauer Ihres Aufenthalts bei uns erhalten Sie die aktivCARD Bayerischer Wald, mit der sich zahlreiche weitere Freizeitangebote der Region ohne zusätzliche Kosten nutzen lassen. Zur Auswahl stehen Ihnen unsere Ferienwohnung Großer Arber und unsere Ferienwohnung Bayern. Weitere saisonale Anregungen für Ihren Aufenthalt finden Sie auf unserer Seite Aktuelles & Events.
Fazit: kleiner Umweg, großer Eindruck
Der Großer Arbersee zeigt, dass ein echtes Naturerlebnis nicht immer eine lange Wanderung voraussetzt. Zwischen treibenden Moorinseln, altem Wald und einer traditionsreichen Einkehr am Ufer entsteht hier ein angenehmer Ausgleich zu anspruchsvolleren Bergtouren in der Umgebung. Wenn Sie Lust auf diesen Ausflug haben, beraten wir Sie bei Haus Leutner gerne zu freien Zimmern: Rufen Sie uns an unter +49 9924 269 oder schreiben Sie an

