Glasdorf Weinfurtner in Arnbruck: Glas hautnah erleben

Wer bei Haus Leutner Urlaub macht, wohnt mitten im Glasland Bayerischer Wald – und eines der eindrucksvollsten Glasziele liegt gleich im Nachbartal: das Glasdorf Weinfurtner in Arnbruck. Hier wird Glas nicht nur ausgestellt, sondern jeden Tag vor Publikum gemacht, geschliffen und bemalt. Wir erzählen Ihnen, was Sie dort erwartet und wie Sie den Ausflug von unserer Pension in Bodenmais aus am besten planen.

Ein ganzes Dorf rund ums Glas

Der Name ist Programm: Weinfurtner ist kein einzelner Laden, sondern ein weitläufiges Gelände mit Glashütte, Werkstätten, Galerie, Gärten und Gastronomie im Zellertal. Rund 170 Menschen arbeiten hier – Künstler, Handwerker, Ingenieure, Dekorateure und Floristen. Für Besucher bedeutet das: Man kann stundenlang schauen, staunen und stöbern, ohne dass es langweilig wird. Und das Beste daran: Der Eintritt auf das gesamte Gelände ist frei, Parkplätze gibt es kostenlos und in großer Zahl.

Anfahrt von unserer Pension

Von Haus Leutner im Miesleuthenweg in Bodenmais geht es über Drachselsried hinüber ins Zellertal nach Arnbruck. Die Fahrt dauert ungefähr 20 Minuten und führt durch eine ruhige, grüne Landschaft, die im Herbst in warmen Farben leuchtet. Ins Navi tippen Sie „Zellertalstraße 13, 93471 Arnbruck“. Weil das Glasdorf so nah liegt, müssen Sie für den Besuch keinen ganzen Tag reservieren – ein Vormittag oder ein Nachmittag genügt.

Vom Glastropfen zur fertigen Vase

Das eigentliche Erlebnis ist die Glashütte. Am Ofen holen die Glasmacher mit der Pfeife einen glühenden Klumpen aus der Schmelze, drehen, blasen und formen ihn, bis daraus ein Glas, eine Schale oder eine Figur wird. Wer einmal zugeschaut hat, versteht, warum Glasmacher als Handwerk mit viel Gefühl gilt. In den angrenzenden Werkstätten geht es weiter: Glasschleifer verleihen dem Glas Glanz und Kanten, Graveure ritzen feine Motive ein, und Glasmaler bringen Farbe auf die Oberfläche. Neben der klassischen Glashütte gibt es außerdem eine Innovationsglashütte, in der neue Techniken und Formen ausprobiert werden.

Von der Schleiferei zum Glasdorf

Begonnen hat alles 1969, als Oskar Weinfurtner senior eine Glasschleiferei mit einem kleinen Ausstellungsraum eröffnete. Die ganze Familie packte mit an. Mit dem Einstieg von Oskar Weinfurtner junior kamen Kristallleuchter und Porzellan dazu, später der erste eigene Glasofen. So wuchs der Betrieb Schritt für Schritt zum heutigen Glasdorf. Eine Besonderheit, auf die man in Arnbruck stolz ist: Die Glasstraße Bayerischer Wald führt direkt über das Firmengelände – das gibt es sonst bei keinem anderen Betrieb.

Kunst, Garten und Kristall

Zwischen den Werkstätten warten viele weitere Stationen. Die Erlebnisgalerie „Kunst & Form“ zeigt wechselnde Ausstellungen, auch mit internationalen Künstlern. Ein überdachter Glasweg ist mit verspielten Skulpturen gesäumt, und im Garten stehen Glasobjekte zwischen Blumen und Beeten. Die in Arnbruck gefertigten Kristallleuchter sind ein echter Blickfang. Wer gerne sammelt, findet zudem Porzellan und bekannte Sammelfiguren. Und wer etwas mit nach Hause nehmen möchte, hat die Qual der Wahl zwischen Gebrauchsglas, Dekoration und Kunstobjekten.

Öffnungszeiten

Geschlossen ist das Glasdorf eigentlich nie – es hat ganzjährig geöffnet. Die Zeiten laut Weinfurtner im Überblick:

  • Haus Vier Jahreszeiten: Mo–Fr 9–18 Uhr, Sa 9–17 Uhr, So/Feiertag 10–17 Uhr
  • Haus Inspiration und Haus des Handwerks: jeden Tag 10–17 Uhr
  • Bistro-Café: jeden Tag ab 9 Uhr

Aktuelle Zeiten und Veranstaltungen finden Sie direkt auf der Website des Glasdorfs Weinfurtner.

Ein Ausflug für die ganze Familie

Kinder sind in Arnbruck gut aufgehoben: Neben dem spannenden Blick in die Glashütte gibt es einen Spielplatz und einen Streichelzoo. Hunde dürfen in die Gärten und in die Gastronomie mit, in den Verkaufsräumen allerdings nicht. Da vieles überdacht ist, eignet sich der Besuch auch für einen Tag, an dem das Wetter nicht mitspielt – gerade im Herbst eine willkommene Alternative zur Wanderung.

Warum Glas im Bayerischen Wald Tradition hat

Dass es gerade hier so viele Glashütten gibt, hat handfeste Gründe. Für die Glasherstellung brauchte man früher vor allem zwei Dinge: Quarzsand als Rohstoff und enorme Mengen Holz, um die Öfen zu befeuern. Beides fand sich im Bayerischen Wald im Überfluss. Über Jahrhunderte entstanden deshalb in den Tälern zahlreiche Glashütten, und das Wissen der Glasmacher wurde von Generation zu Generation weitergegeben. Viele Familien in der Region haben bis heute eine Verbindung zum Glas. Im Glasdorf Weinfurtner können Sie dieses Erbe hautnah erleben – nicht als verstaubte Ausstellung, sondern als lebendiges Handwerk, das jeden Tag neu ausgeübt wird.

Andenken mit Geschichte

Viele unserer Gäste nehmen aus Arnbruck ein kleines Stück Bayerischer Wald mit nach Hause. Das Angebot reicht von schlichten Trinkgläsern über bunte Dekoration bis zu aufwendig geschliffenen Kunstobjekten. Besonders schön ist es, ein Stück zu kaufen, dessen Entstehung man kurz zuvor in der Werkstatt beobachtet hat – so bekommt das Souvenir eine ganz persönliche Geschichte. Neben Glas gibt es auf dem Gelände noch weitere Geschäfte, sodass sich der Besuch auch für einen entspannten Einkaufsbummel eignet.

Das Zellertal entdecken

Arnbruck liegt im Zellertal, einem der ruhigeren Täler rund um den Arber. Wer nach dem Besuch im Glasdorf noch Zeit hat, kann die Umgebung bei einem kurzen Spaziergang erkunden. Wiesen, kleine Dörfer und Waldränder prägen hier das Bild, und im Herbst liegt oft ein feiner Dunst über dem Tal, der die Landschaft besonders stimmungsvoll macht. Für Gäste, die bei Haus Leutner abseits des Trubels Erholung suchen, ist das Zellertal ein schöner Kontrast zu den bekannteren Ausflugszielen am Großen Arber.

Einkehren im Glasdorf

Hunger nach so viel Schauen? Direkt auf dem Gelände gibt es mehrere Möglichkeiten zur Stärkung. Das Bistro-Café eignet sich für Kaffee und Kuchen oder einen kleinen Imbiss zwischendurch. Wer es herzhafter mag, kehrt ins Wirtshaus zur Glashütte ein, das laut Weinfurtner dienstags bis donnerstags sowie am Wochenende jeweils mittags von 11 bis 15 Uhr geöffnet hat – montags und freitags also besser vorher prüfen. Die Hüttenschänke versteht sich als musikantenfreundliches Wirtshaus, in dem die bayerische Gemütlichkeit nicht zu kurz kommt. So wird aus dem Besuch im Glasdorf ganz leicht ein runder Ausflug mit Mittagessen, bevor es zurück zu uns nach Bodenmais geht.

So planen Sie Ihren Tag

Wir empfehlen, für das Glasdorf zwei bis drei Stunden einzuplanen. Fahren Sie nach dem Frühstück bei uns los, beginnen Sie in der Glashütte, solange dort gearbeitet wird, und bummeln Sie danach durch Galerie und Garten. Eine Pause im Bistro-Café rundet den Besuch ab. Am Nachmittag sind Sie wieder zurück in Bodenmais und haben noch Zeit für einen Spaziergang oder ein gemütliches Kaffeetrinken. Noch mehr Glas gefällig? Bei uns im Ort wartet das Joska Glasparadies, und in Frauenau lohnt sich das dortige Glasmuseum.

Häufige Fragen

Was kostet der Eintritt ins Glasdorf?
Nichts – Gelände und Parkplätze sind kostenlos.

Wie lange fährt man von Haus Leutner nach Arnbruck?
Etwa 20 Minuten mit dem Auto über Drachselsried.

Sieht man den Glasmachern live zu?
Ja, in der Glashütte und in den Werkstätten.

Hat das Glasdorf sonntags geöffnet?
Ja, sonn- und feiertags von 10 bis 17 Uhr.

Ist das Glasdorf für Kinder geeignet?
Ja, mit Spielplatz und Streichelzoo.

Fazit

Das Glasdorf Weinfurtner ist ein Ausflugsziel, das die Glastradition des Bayerischen Waldes lebendig und greifbar macht – ohne Eintritt und nur wenige Minuten von unserer Pension entfernt. Ob Sie sich für Handwerk, Kunst oder einfach für schöne Dinge begeistern: In Arnbruck kommen Sie auf Ihre Kosten.

Sie möchten das Glasdorf bei Ihrem nächsten Urlaub selbst besuchen? Wir freuen uns auf Ihre Anfrage bei Haus Leutner – telefonisch unter +49 9924 269 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.. Gerne geben wir Ihnen vor Ort weitere Tipps rund um das Glasland Bayerischer Wald.