Nicht weit von Bodenmais entfernt steht auf einem markanten Felsrücken eine alte Burgruine, die gleich drei Erlebnisse in einem bietet: Geschichte zum Anfassen, moderne Glaskunst mitten im Wald und einen weiten Blick über den Bayerischen Wald. Die Rede ist von Weißenstein bei Regen. Für unsere Gäste bei Haus Leutner ist das ein kompakter, aber abwechslungsreicher Ausflug – wir zeigen Ihnen, was Sie dort erwartet.
Eine Burg auf dem Pfahl
Die Grafen von Bogen ließen die Anlage bereits um 1100 errichten, auf knapp 760 Metern Höhe, mitten auf dem sogenannten Pfahl – einer langen, deutlich sichtbaren Quarzader, die sich wie eine Naht quer durch den Bayerischen Wald zieht. Heute sind von der einstigen Burganlage noch Mauerreste und der Burgturm erhalten, der – sofern er frei zugänglich ist – einen schönen Panoramablick über Regen und die umliegenden Wälder freigibt. Da an historischen Gebäuden wie diesem gelegentlich Sanierungsarbeiten anstehen, lohnt sich vor dem Besuch ein kurzer Blick auf die aktuellen Hinweise der Stadt Regen, falls Sie gezielt den Turm besteigen möchten. Allein der Spaziergang zur Ruine und die Lage auf dem Felsen sind aber schon einen Ausflug wert.
Anfahrt von Haus Leutner aus
Von unserer Pension im Miesleuthenweg in Bodenmais erreichen Sie Weißenstein mit dem Auto in etwa 15 bis 20 Minuten. Die Strecke führt durch das Schwarzachtal in Richtung Regen, der Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises. Direkt am Ortseingang von Weißenstein, unterhalb der Burganlage und in der Nähe des Gläsernen Waldes, finden Sie kostenlose Parkmöglichkeiten. Von dort aus sind es nur wenige Gehminuten zu allen drei Zielen: Ruine, Glaskunst und Museum. Ein Vormittag oder Nachmittag reicht für den Ausflug völlig aus, sodass sich auch an einem sonst verplanten Urlaubstag noch ein Abstecher einbauen lässt.
Gläserner Wald: wenn Glaskunst auf Wald trifft
Gegenüber der Ruine liegt eine der ungewöhnlichsten Attraktionen der Region. Zwischen echten Bäumen stehen hier kunstvolle Glasbäume in Grün, Blau und Braun, mittendrin eine acht Meter hohe Tanne aus Glas als Blickfang. Der Zugang ist ganzjährig möglich und kostet nichts. Für unsere Gäste, die ohnehin die Glastradition des Bayerischen Waldes interessiert, ist dieser Ort eine schöne Ergänzung zu den klassischen Glashütten der Region: hier wird Glas nicht verarbeitet, sondern als Kunstwerk mitten in die Natur gestellt. Besonders am späten Nachmittag, wenn das Licht schräg durch die Bäume fällt, kommt die Installation fotografisch gut zur Geltung.
Das Fressende Haus: ein Kornspeicher wird zum Museum
Am Fuß der Ruine steht ein rund 900 Jahre alter ehemaliger Getreidekasten mit dem ungewöhnlichen Namen „Fressendes Haus“. Seit einer Neugestaltung im Jahr 2023 beherbergt er ein Museum, das sich der Burggeschichte widmet und dabei historische Rüstungen und Geschosskugeln zeigt. Im obersten Stockwerk wartet eine multimediale Ausstellung über den Schriftsteller Siegfried von Vegesack, der in der Region lebte, inklusive einer nachgebauten Dichterstube. Dazu kommt eine bekannte Sammlung historischer Schnupftabakdosen. Obwohl die Ausstellungsfläche nicht riesig ist, steckt darin erstaunlich viel Abwechslung – von harter Burggeschichte bis zur poetischen Seite der Region.
Öffnungszeiten und Eintritt 2026
Nach Angaben der Stadt Regen gelten für das Museum im Fressenden Haus folgende Zeiten für die Saison 2026:
- 8. Mai bis 13. September: täglich 10 bis 16 Uhr
- Mitte September bis Mitte November: nur an Wochenenden und am Feiertag 3. Oktober, ebenfalls 10 bis 16 Uhr
Beim Eintritt orientiert sich die Stadt Regen an folgender Staffelung: Erwachsene zahlen 3 Euro, bis 18 Jahre sind es 2 Euro, und Kinder bis 16 kommen für 1 Euro hinein. Wer die aktivCARD Bayerischer Wald besitzt, muss laut der Leistungsübersicht gar nichts bezahlen – einmal pro Tag ist der Museumseintritt damit inklusive. Die Ruine selbst und der Gläserne Wald kennen dagegen überhaupt keine Öffnungszeiten, da es sich um frei begehbare Freiflächen handelt. Weil sich solche Angaben von Saison zu Saison ändern können, lohnt sich kurz vor der Anreise ein Blick auf die aktuellen Informationen der Stadt Regen.
Der Pfahl – eine Felslinie durch den Wald
Der Standort der Burg ist kein Zufall: Der Pfahl zieht sich als geologische Besonderheit über rund 150 Kilometer vom Bayerischen bis in den Böhmischen Wald und tritt an etlichen Stellen als schmaler, heller Felskamm aus der sonst eher sanften Landschaft heraus. Solche exponierten Punkte waren für mittelalterliche Burgherren naturgemäß attraktiv, da sie Angreifer früh erkennen ließen und zugleich kaum zu umgehen waren. In der näheren Umgebung von Weißenstein lassen sich einige dieser Felsrippen bei einem kurzen Abstecher entdecken, was dem Ausflug noch eine kleine geologische Nebengeschichte hinzufügt.
Für Familien und bei Regenwetter
Mit Kindern punktet Weißenstein vor allem durch seine Mischung: Klettern und Entdecken an der frischen Luft auf der einen Seite, ein überraschend kindgerechtes Museum auf der anderen. Rüstungen und alte Geschosskugeln kommen bei den meisten jungen Besuchern erfahrungsgemäß gut an, während der Gläserne Wald schon durch seine Ungewöhnlichkeit für Staunen sorgt. Zieht ein Regenschauer auf, verlegen Sie den Schwerpunkt einfach spontan ins Museum und werfen nur einen kurzen Blick von außen auf Burgturm und Glasbäume – ein Dach über dem Kopf ist für den größeren Teil des Besuchs also immer in Reichweite.
Warum sich der kurze Abstecher lohnt
Viele unserer Gäste kennen Regen bislang nur als Ort, an dem man auf der Durchfahrt vielleicht einmal tankt oder einkauft. Dabei lohnt sich ein genauerer Blick: Mit Weißenstein liegt direkt am Stadtrand ein Ziel, das Geschichte, Kunst und Natur ungewöhnlich dicht zusammenbringt, ohne dass Sie dafür einen ganzen Tag einplanen müssten. Gerade weil die Entfernung von Bodenmais aus so kurz ist, eignet sich der Ausflug auch gut als Ergänzung zu einem Tag, an dem Sie ohnehin schon etwas anderes vorhaben – etwa einen Einkaufsbummel oder eine kürzere Wanderung in der näheren Umgebung. So lässt sich Weißenstein fast nebenbei in den Urlaub einbauen, ohne dass dafür ein eigener, komplett durchgeplanter Tag reserviert werden muss.
Weißenstein mit anderen Zielen verbinden
Wer an diesem Tag noch mehr von der Glastradition des Bayerischen Waldes sehen möchte, kann im Anschluss das Glasmuseum Frauenau besuchen. Wer lieber gemütlich bleibt, schlendert stattdessen noch etwas durch Regens Innenstadt, bevor die Rückfahrt nach Bodenmais anstehen. Beide Varianten passen gut in einen Vor- oder Nachmittag, ohne dass der restliche Urlaubstag darunter leidet.
Unser Tipp für Ihren Besuch
Für alle drei Stationen zusammen – Ruine, Glaskunst und Museum – sollten Sie etwa zwei bis drei Stunden einplanen. Besonders reizvolles Licht für Fotos gibt es nach unserer Erfahrung am Vormittag, wenn die Sonne noch tief steht und Burgturm wie Glasbäume schön in Szene setzt. Zum Abschluss empfehlen wir noch eine kleine Pause in Regen, bevor die Heimfahrt zu uns nach Bodenmais beginnt. Besonders an Tagen mit unsicherer Wettervorhersage gehört Weißenstein für uns zu den verlässlichsten Ausflugszielen der Umgebung, weil hier drinnen und draußen so nahtlos zusammenspielen.
Häufige Fragen zu Weißenstein bei Regen
Kostet der Besuch der Burgruine Eintritt?
Nein, Ruine und Gläserner Wald sind als Freiflächen kostenlos zugänglich.
Was zahlt man für das Fressende Haus?
Die Stadt Regen nennt für 2026 drei Euro für Erwachsene, zwei für Jugendliche und einen Euro für Kinder.
Spart man mit der aktivCARD etwas?
Ja, damit kommen Sie laut Leistungsübersicht einmal am Tag ohne Eintritt ins Museum.
Wie lange braucht man von Bodenmais aus?
Von unserer Pension aus sind Sie mit dem Auto rund 15 bis 20 Minuten unterwegs.
Was zeigt der Gläserne Wald?
Kunstvolle Glasbäume zwischen echten Bäumen, kostenlos und ganzjährig zugänglich.
Lohnt sich Weißenstein auch bei schlechtem Wetter?
Ja, das Museum liegt unter Dach, Ruine und Glaswald sind kurz auch von außen sehenswert.
Ihr Aufenthalt bei Haus Leutner
Unsere Pension im Miesleuthenweg in Bodenmais liegt ruhig und ist trotzdem ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge wie diesen. Für Fragen zu Ihrem Aufenthalt erreichen Sie uns telefonisch unter +49 9924 269 oder per E-Mail an

